Cochayuyo – Eine Alge mit großer Zukunft

Cochayoyu in der NaturDie Seetangart Cochayuyo ist eine der zukunftsreichsten Pflanzen Lateinamerikas. Von der indigenen Bevölkerung schon lange als Fleischersatz geschätzt, entdeckt die Wissenschaft immer mehr Anwendungsmöglichkeiten in Bereichen wie Medizin und Landwirtschaft. Sogar als Rohstoff für Bio-Treibstoff ist die Braunalge im Gespräch.

 

Auch wenn der Name „Cochayuyo“ den meisten nicht geläufig ist, so haben doch viele die Alge bereits in Form von Treibgut an den verschiedensten Stränden der Welt wahrgenommen. Die weite Verbreitung der Pflanze verdankt sie der Tatsache, dass ihr Inneres mit Bienenwaben-artigen Hohlräumen durchsetzt ist. Aufgrund des hohen Luftgehalts schwimmen die bis zu 15 Meter langen Phylloid (blattähnliche Organe der Algen). Reißt also eines der bandförmigen „Blätter“ durch Stürme oder starke Brandung vom Stiel ab, so werden diese oft von Strömungen erfasst und sehr weit verdriftet.

Cochayuyo, Fleischersatz der Zukunft?

Die Alge, die in subarktischen Küstenregionen vorkommt und den etwas irreführenden wissenschaftlichen Namen Durvillaea antarctica trägt, ein wahres Nährwertwunder. In 100g der rohen Alge ist quasi kein Fett enthalten. Dazu kommen 9g Kohlenhydrate und 11g Eiweiß. Cochayuyo bietet also perfekte Nährstoffverhältnisse für Sportler*innen und Menschen, die einfach nur etwas Gewicht loswerden wollen.

Außerdem enthalten 100g der Alge 177% der empfohlenen Mindestmenge an Eisen und 101% der empfohlenen Mindestmenge an Kalzium. Werte, die ebenfalls wie maßgeschneidert sind für Athleten und Athletinnen. Nie wieder Eisenmangel! Die genauen Nährwerte findest du hier.

Dabei bieten sich eine Vielzahl an Zubereitungsmethoden für Cochayuyo an. Geschmacklich und geruchlich erinnert das Nahrungsmittel an den klassischen Duft des Meeres. Die Bänder lassen sich beipielsweise zu Marmelade einkochen, in Empanadas (Teigtaschen nach südamerikanischer Art) verarbeiten, grillen, anstelle von Fisch in Ceviche verwenden, zu Kroketten verarbeiten oder als Seetang-Risotto servieren. Hier sind die Möglichkeiten nur von der eigenen Kreativität in der Küche begrenzt.

Rezeptvorschlag

  1.  Cochayuyo wird in der Regel in getrockneter Form in Europa angeboten. Als erster Schritt der Zubereitung sollte man diese am besten über Nacht einweichen.
  2. Danach werden die Bänder etwa 20 Minuten mit etwas Essig oder Zitronensaft gekocht.
  3. Cochayuyo schälen und in kleine, verzehrgerechte Stücke schneiden.
  4. Zusammen mit Bohnen, Zwiebeln und Kartoffeln dünsten.
  5. Mit Koriander, Öl und Zitonensaft würzen (hier kann man kreativ werden und ganz nach dem eigenen Geschmack vorgehen).
    FERTIG!

Anwendung als Heilmittel

Neben den hervorragenden Nährwerten bietet Cochayuyo auch ein weites Feld an Anwendungsmöglichkeiten als Heilmittel oder zur Krankheitsvorsorge. So beugt der Verzehr von Cochayuyo Bildung eines Kropfes vor. Ein angenehmer Nebeneffekt, der normalerweise auch durch den Verzehr von Seefisch erreicht werden kann.
Desweiteren senkt der Verzehr von Cochayuyo den Cholesterin-Spiegel, sorgt mit ganzen 48g Ballaststoffen pro 100g Verstopfung vor, hilft gegen Sodbrennen und soll sogar einer Hypothyreose (Unterversorgung mit Schilddrüsenhormon T3 und T4) vorbeugen. Ganz zu schweigen davon, dass die Braunalge eine schiere Vitamin und Mineral-Bombe ist.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Alge in Zukunft noch weitere Anwendungsgebiete erobert und wie lange es noch dauern wird, bis sich das traditionsreiche Nahrungsmittel auch in Europa durchsetzt.

Wo bekommt man Cochayuyo?

Der Hauptimporteur von Cohayuyo  aus Lateinamerika ist momentan Taiwan. In Europa wird es dagegen schon deutlich schwieriger mit der Beschaffung.
Wer Cochayuyo probieren möchte, kann dies in einigen ausgewählten Spitzen-Restaurants tuen, die die Alge als Delikatesse anbieten.

Eine andere Möglichkeit bietet die Bestellung über das Internet. Über diesen Link gelangst du zu einem entsprechenden Angebot.

Hast du schon Erfahrungen mit Cochayuyo gemacht oder hast Du interessante Rezeptvorschläge? – Dann lass uns doch einen Kommentar da!

 

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